Kalkutta - Calcutta - Kolkata

Einwohner 4'580'544 in der Stadt und 13'216'546 im Umland
Fläche 187 km2

Kalkutta ist eine der grössten indischen St�dte mit mehr als 14 Millionen Einwohnern. Davon leben schätzungsweise 1 Million auf der Strasse und etwa 3 - 4 Millionen in Slums und Armenvierteln. Miserable hygienische Verhältnisse, Krankheit, Unter- und Fehlernährung und Analphabetentum sind normaler Lebensalltag für diese Menschen. Oft können ganze Familien nur durch Bettelei, Prostitution und Kinderarbeit überleben. Täglich treiben politische Unruhen, Naturkatastrophen und die Landflucht Menschen aus Bangladesh, West Bengal und angrenzenden Gebieten nach Kalkutta. Hier werden sie in den Teufelskreis der Armut gerissen, aus dem es ohne fremde Hilfe kaum ein Entkommen gibt.

Ein Reisebericht:
"Wie lange wird es noch dauern, bis Calcutta; nicht mehr die viertgr��te, sondern vielleicht die zweitgr��te Stadt der Welt sein wird?! Jedenfalls hat sie offiziell jetzt schon 12 Mio. Einwohner, inoffiziell sollen es mindestens doppelt so viele sein. So gro� wurde das Monstrum in weniger als drei Jahrhunderten!
Calcutta wurde im Jahre 1690 am Ufer des Hooghly Flusses von Job Charnock gegr�ndet. Er war Gesandter der East-India Company. Der Name der Stadt kommt vom ehemaligen dortigen Fischerdorf Kalighat. Der Name bedeutet 'schwarzes Tor' oder 'Tor der G�ttin Kali'. Die City wuchs schnell, zumal sie - dank dem Zugang zum Meer - f�r den Handel g�nstig gelegen war. Calcutta hat in den letzten Jahren enorme soziale Fortschritte gemacht, d.h. sie hat es geschafft, die riesige Zahl von Bettlern und Obdachlosen zu reduzieren. Manche behaupten jedoch, da� sie einfach in die Vororte abgeschoben wurden. Sehr gro�e Gegens�tze zwischen reich und arm, modern und alt sind nicht zu �bersehen. F�r uns hatte diese Stadt einen gewissen Reiz durch die sehr hilfsbereiten und freundlichen Bengalis und die endlosen Bazare und M�rkte.
Calcutta ist eine Stadt, die die unterschiedlichsten Gef�hle ausl�st. F�r den einen ist sie das schlimmste Erlebnis der Reise, f�r den anderen trotz Chaos, Schmutz, Gestank und Halsschmerzen aufgrund der Lufverschmutzung einfach faszinierend. Ein Leser aus Sri Lanka schrieb, da� viele nur die Stadt kritisieren, weil sie sich im Touristenghetto bewegen. Seiner Meinung nach kann man beim Betrachten des Lebens in Howrah gerade sehen, da� materielle Armut nicht unbedingt ungl�cklich macht. Sehr empfehlenswert ist es, w�hrend des Besuches das Buch von Dominique Lapierre 'The City of Joy' �ber das Leben in den Slums zu lesen.
Ganz anders ist wieder die Innenstadt. Peter kam sie bei seinem Besuch immer noch so vor, als ob sie den Indern mal eben so f�r ein paar Jahre von den Engl�ndern zur Verwaltung �berlassen worden w�re. Denn vieles ist noch sehr britisch, schlie�lich war die Stadt 52 Jahre lang bis 1911 Hauptstadt des britisch-indischen Reiches.
Die heutige Hauptstadt West-Bengalens ist Zentrum der anspruchsvollen Kunst Indiens. Rabindranath Tagore wirkte hier, und heute entsteht in Calcutta der 'alternative Film' Indiens. Die gr��te Bibliothek Indiens (f�r jeden Einwohner statistisch gesehen ein Buch, n�mlich neun Millionen B�nde) und das exzellente Indian Museum sind weitere Indizien f�r die gro�e Liebe der Bengalen zu den K�nsten.
Heute hat Calcutta f�r den Reisenden auch dadurch Bedeutung, da� es einen wichtigen internationalen Flughafen besitzt, auf dem etliche Billigfl�ge von Europa und S�dostasien ankommen. F�r viele ist es also die erste indische Stadt, die sie erleben, f�r andere wiederum die letzte. Von hier aus preiswerte Fl�ge nach Dacca/Bangladesh und nach Bangkok. Auch als 'jump off point' f�r Nepal und Bhutan kommt sie in Frage und als Ausgangspunkt f�r Darjeeling und die nord�stlichen Provinzen.
Dagegen hat die Stadt ihre historische Rolle als wichtiger Handelshafen nach der Abtrennung der Jute-Anbaugebiete im jetzigen Bangladesh und durch die zunehmende Verlandung des Hooghly-Flusses verloren". (Text: http://destination-asien.de/indien/kalkutta.htm)

 
 
 
 
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